27. September 2016

Rote Ampel überfahren

Ihnen wird ein Rotlichtverstoß vorgeworfen? Dann sollten Sie schnellstens einen verkehrsrechtlich versierten Anwalt einschalten. Sprechen Sie uns an. Rechtsanwalt Yves W. Junker nimmt für Sie Akteneinsicht und vetritt Sie vor der Bußgeldstelle und vor Gericht.

Der einfache Rotlichtverstoß wird mit einer Regelgeldbuße von 90,00 € geahndet. Im Fahreignungsregister in Fensburg wird 1 Punkt fällig.

Davon zu unterscheiden ist der sog. “qualifizierte Rotlichtverstoß“. Er liegt vor, wenn die Haltelinie überfahren wird, obwohl die Ampel schon länger als 1 Sekunde Rotlicht zeigt oder wenn es zu einer Gefährdung oder einem Unfall kommt. Die Regelgeldbuße für solche Fälle liegt zwischen 200,00 € und 360,00 €. Hinzu kommt 1 Monat Fahrverbot. Im Fahreignungsregister wird der qualifizierte Rotlichtverstoß mit 2 Punkten bewertet.

Die Rotlichtüberwachung erfolgt typischerweise stationär durch spezielle Verkehrsüberwachungsanlagen wie z. B. dem Traffiphot III. Die Anlage kann Fahrzeuge, die während einer Rotlichtphase im Boden eingelassene Induktionsschleifen überfahren, registrieren und fotografieren. Häufig erfolgt die Rotlichtüberwachung auch gezielt durch die Polizei. Dabei postieren sich die Beamten an geeigneter Stelle und beobachten den anlaufenden Verkehr und die Ampel.

Naturgemäß ist diese Form der Überwachung anfälliger für Fehler. Die gleichzeitige Inaugenscheinnahme der Haltelinie, der Ampel und eines Fahrzeugs setzt Übung voraus. Nicht selten stellt sich bei der Vernehmung der Beamten in der Hauptverhandlung heraus, dass eine eindeutige Zuordnung eines Rotlichtverstoßes ausscheidet.

Es bestehen außerdem Möglichkeiten, vom Fahrverbot wegzukommen. So liegt beispielsweise bei einem “Mitzieh-Effekt” (Fahrer hat Rot und fährt los, weil er irrtümlich eine andere Ampel beachtet bzw. auf einer anderen Spur Fahrzeuge bei Grün losfahren) keine grobe Pflichtverletzung vor, was ein Absehen vom Fahrverbot möglich macht.