15. Juni 2015

Alkohol am Steuer

Ab wann darf ich Alkohol am Steuer trinken?

Alkohol am Steuer kann die Fahrtauglichkeit erheblich einschränken. Bis zu einem gewissen Grad wird eine leichte Alkoholisierung trotz Teilnahme am Straßenverkehr toleriert. Das gilt aber regelmäßig nur dann, solange nichts passiert bzw. solange keine zusätzlichen Ausfallerscheinungen erkennbar sind. Für Fahranfänger und für Personen unter 21 Jahren gilt striktes Alkoholverbot.

 

Alkohol am Steuer als Ordnungswidrigkeit

Wer im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug mit 0,5 Promille oder mehr Alkohol im Blut führt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Das gleiche gilt ab einem Atemalkoholwert von 0,25 mg/l. Wer dabei erwischt wird, muss eine Geldbuße zahlen und erhält ein Fahrverbot. Im Wiederholungsfall steigt die Geldbuße und das Fahrverbot verlängert sich.

 


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Alkohol am Steuer als Straftat

Alkohol am Steuer kann auch als Straftat verfolgt werden. Eine Promille-Grenze enthält das Gesetz  nicht. Das Strafrecht kennt aber den Beweisgrenzwert von 1,1 Promille. Zwischen 0,3 Promille und 1,09 Promille kommt relative Fahruntauglichkeit in Betracht. Wer also mit Alkohol im Blut in dieser Menge erwischt wird und Ausfallerscheinungen zeigt, kann strafrechtlich belangt werden. Ab einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 1,1 Promille spricht man von absoluter Fahruntauglichkeit. Ab dann kommt eine Verurteilung wegen Trunkenheitsfahrt § 316 StGB (Strafgesetzbuch) in Betracht. Auf zusätzliche Ausfallerscheinungen kommt es dann nicht mehr an. Kommt es zu einer konkreten Gefährdung von Menschen oder Sachen von bedeutendem Wert, kommt eine Verurteilung wegen Straßenverkehrsgefährdung § 315 c StGB in Betracht.

 

Alkohol am Steuer mit Unfall

Kommt es bei Alkohol am Steuer zu einem Unfall, ist ebenfalls wieder eine Verurteilung wegen Straßenverkehrsgefährdung § 315 c StGB denkbar.  Denn die konkrete Gefährdung ist denklogisch Durchgangsstadium auf dem Weg zum Schadenseintritt. Wer eine Straßenverkehrsgefährdung begeht, verliert regelmäßig den Führerschein (vgl. § 69 StGB).

 

Alkohol am Steuer in der Probezeit

Wer mit Alkohol am Steuer in der Probezeit erwischt wird, dem droht mindestens ein Bußgeld § 24c StVG. Dasselbe gilt für alle Fahranfänger vor Vollendung des 21. Lebensjahres. Wer zusätzlich Ausfallerscheinungen zeigt, kann wegen Trunkenheitsfahrt nach § 316 StGB betraft werden. Wer einen Unfall verursacht, kann wegen Straßenverkehrsgefährdung nach § 315 c StGB bestraft werden. Außerdem wird die Probezeit um zwei Jahre verlängert.

 


 

RA Yves Junker blickt auf eine mehr als 17-jährige Erfahrung in der Bearbeitung von Trunkenheitsfällen zurück. Er berät und vertritt Sie gegenüber Bußgeldstelle, Polizei, Staatsanwaltschaft und vor Gericht.

 

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